Österreich / Fact Sheets / Die Österreichisch-Iranischen Handelsbeziehungen
Donnerstag, 20. Juli 2017

Kurzinfos zu den Österreichisch-Iranischen Handelsbeziehungen

  • Im November 2006 betonte der iranische Handelskammerpräsident Khamoushi: „Österreich ist für uns das Tor in die europäische Union.“ 2009 lobte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl die „exzellenten Handelsbeziehungen“ Österreichs mit dem Iran. Das österreichische Außenministerium lobte auch 2013 die „traditionell guten Wirtschaftsbeziehungen“ mit dem Iran.

  • Österreich gehörte lange zu jenen europäischen Ländern, die ihre Exporte in den Iran trotz Sanktionsbemühungen noch gesteigert haben. Noch 2009 wurden Waren im Wert von knapp 350 Millionen Euro in den Iran exportiert, was einem Anstieg von 6% im Vergleich zum Vorjahr entsprach – und das, obwohl der österreichische Gesamtexport krisenbedingt um fast 20% eingebrochen war. Wolfram Moritz, der zuständige Regionalmanager in der Österreichischen Wirtschaftskammer, verkündete noch im Februar 2010: „Bei uns lassen die Anfragen in puncto Iran-Export nicht nach.“ Knapp zwei Drittel der Exporte machen Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge aus. Weitere knapp 15% entfallen auf chemische Erzeugnisse.
    Auf Grund der weitergehenden Sanktionsbeschlüsse sind in den letzten Jahren die österreichischen Ex- und Importe aus und in den Iran zurückgegangen. Dennoch bewegt sich das österreichische Handelsvolumen auch aktuell noch im dreistelligen Millionenbereich: 
Die Importe betrugen von Juni 2012 bis Mai 2013 über 11 Millionen Euro, die Exporte über 207 Millionen Euro.

  • Iran-Geschäfte konnten bis 2011 noch mit Haftungssicherungen und Exportfinanzierungen der Österreichischen Kontrollbank durchgeführt werden. Aktuell ist außer für humanitäre Zwecke gemäß den EU-Sanktionen keine Deckung möglich. Österreich hat auch Mittel aus dem European Recovery Program zur Förderung von Iran-Geschäften verwendet. Seit 2004 existiert ein österreichisch-iranisches Investitionsschutzabkommen. Bereits 2002 wurden ein Zoll- und ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Ebenfalls 2002 wurde eine Vereinbarung über Zusammenarbeit im Bereich Bildungs- und Know-how-Transfer getroffen.


  • Etwa 650 österreichische Firmen sind im Iran aktiv. 35 Unternehmen sind mit eigenen Niederlassungen im Iran vertreten. Zahlreiche renommierte österreichische Firmen haben sich in den letzten Jahren an diversen Industrie- und Handelsmessen in Teheran beteiligt, um neue Geschäfte anzubahnen. 
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