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Donnerstag, 23. November 2017

Dienstag, 1. Dezember 2009

Iran-Experten fordern schärferes Vorgehen gegen Regime

Symposium in Wien nimmt Revolutionsgarden ins Visier

Der im Exil lebende iranische Journalist Amir Taheri und der US-amerikanische Iran-Experte Ilan Berman haben Dienstag auf einem Symposium in Wien gefordert, deutlich schärfere Maßnahmen gegen das Regime in Teheran zu ergreifen. Berman, der für das American Foreign Policy Council in Washington arbeitet, plädierte für ein gezieltes Vorgehen gegen die Revolutionsgarden. Die Elitetruppe des Regimes kontrolliert 80% des iranischen Außenhandels, ist für das Raketen- und Nuklearwaffenprogramm verantwortlich und spielt eine maßgebliche Rolle bei der Repression gegen die iranische Freiheitsbewegung: "Österreich sollte sich ein Beispiel am niederländischen Parlament nehmen, das gerade gefordert hat, die Garden in die EU-Liste terroristischer Organisationen aufzunehmen. Angesichts des immensen wirtschaftlichen Einflusses der Garden muss sich jedes im Iran aktive Unternehmen die Frage gefallen lassen, inwiefern ihre Geschäfte direkt den Terror des Regimes finanzieren."

Taheri, bis 1979 Chefredakteur der wichtigsten iranischen Tageszeitung Kayhan, schloss sich Bermans Forderung nach einer scharfen und unverzüglichen Sanktionierung des Regimes an. Er betonte aber, dass letztlich nur ein Sturz der Islamischen Republik die Gefahren beseitigen kann, die von den heutigen Machthabern für die iranische Bevölkerung, Israel und den Westen ausgehen: "Ein Sturz dieser Terrorherrschaft ist notwendig und auch möglich, wenn die iranische Freiheitsbewegung endlich die Unterstützung des Westens erfahren würde."

Das Symposium, das von dem Bündnis STOP THE BOMB organisiert wurde, schloss mit einer Podiumsdiskussion über die bisherige westliche Appeasementpolitik des Westens gegenüber dem iranischen Regime.




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