Österreich / Presse
Mittwoch, 20. September 2017

Freitag, 22. Juni 2012

Heute Street Party gegen iranisches Regime in Wien

STOP THE BOMB und Iranisches Frauennetzwerk rufen zur Solidarität mit Sänger Najafi auf

Heute findet zwischen 16 und 20 Uhr auf der Mariahilfer Straße zwischen Schottenfeldgasse und Kaiserstraße eine vom Bündnis STOP THE BOMB und dem Iranischen Frauennetzwerk organisierte und u.a. von den Grünen Frauen und den SPÖ Frauen Wien unterstützte Street Party und Kundgebung zur Solidarität mit dem im deutschen Exil lebenden Sänger Shahin Najafi statt, gegen den das iranische Regime eine Todesfatwa verhängt hat. Ab 17:30 werden u.a. der grüne Gemeinderat Senol Akilic, der außenpolitische Sprecher des Liberalen Forums Ronald Pohoryles und Heribert Schiedel von der Aktion gegen den Antisemitismus sprechen.

Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin von STOP THE BOMB, kritisiert die ausbleibende Solidarisierung mit Najafi, für dessen Ermordung ein Kopfgeld von 100.000 Dollar ausgeschrieben wurde: "Bisher gibt es keine einzige Stellungnahme einer europäischen Regierung gegen die Todesdrohung des in der EU lebenden Najafi. Statt dessen pilgern österreichische Politiker wie der im ÖVP-Vorstand sitzende ehemalige Verteidigungsminister und heutige Präsident der Österreichisch-Iranischen-Gesellschaft Werner Fasslabend weiterhin nach Teheran und finden auch noch lobende Worte für den iranischen Außenminister."

Maryam Farzam vom Iranischen Frauennetzwerk empört sich, dass mehrfach Veranstaltungen der Kulturabteilung der iranischen Botschaft, die sich in der Schottenfeldgasse 8 befindet, in Räumlichkeiten der Stadt Wien abgehalten werden konnten: "Die Botschaften des iranischen Holocaustleugner-Regimes bilden das Rückgrat des Terrorapparats im Ausland und waren Ausgangspunkte für tödliche Anschläge gegen Exiliraner, auch hier in Wien."

Die Street Party soll auch Frauen wie Golshifteh Farahani unterstützen. Die Schauspielerin, die im Pariser Exil lebt, entblößte sich Anfang dieses Jahres und löste einen Skandal im Iran aus. Sogol Ayrom vom Iranischen Frauennetzwerk erklärt: "Der Hass auf emanzipierte Frauen gehört genauso zum ideologischen Kern des iranischen Regimes wie der Antisemitismus und der Märtyrerkult. Gegen die kulturrelativistischen Verharmloser der iranischen Diktatur wollen wir jene Parole in Erinnerung rufen, unter der zehntausende Frauen 1979 in Teheran gegen die Einführung der Zwangsverschleierung demonstriert haben: 'Emanzipation ist nicht westlich und nicht östlich, sondern universal!'" 




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