Österreich / Presse
Dienstag, 12. Dezember 2017

Montag, 11. Mai 2009

Erneut Proteste bei OMV-Hauptversammlung angekündigt

STOP THE BOMB will Konzernleitung mit Kritik an Iran-Geschäft konfrontieren

Am Mittwoch, dem 13. Mai findet im Wiener Austria 
Center die Hauptversammlung der OMV statt. Bei dieser wird abermals 
das geplante Milliardengeschäft des Konzerns mit dem Iran Thema sein. 
Die Kampagne STOP THE BOMB, die seit Ende 2007 gegen Geschäfte mit 
dem iranischen Regime mobil macht, hatte bereits letztes Jahr mit 
Aufsehen erregenden Protesten bei der Hauptversammlung der OMV von 
sich Reden gemacht und den Vorstand gezwungen, zu seinem 
Iran-Engagement Stellung zu beziehen. Mitglieder des Bündnisses 
wollen auch dieses Jahr an der Hauptversammlung als Kleinaktionäre 
teilnehmen, um dort ihrer Kritik Ausdruck zu verleihen. Sie werden 
Fragen zum Iran-Geschäft und der OMV-Beteiligung am Pipeline-Projekt 
Nabucco stellen, das nach bisherigen Planungen nur Sinn ergibt, wenn 
es mit Erdgas aus dem Iran gespeist wird. Vor dem Austria Center 
sollen die OMV-Aktionäre über die Iran-Geschäfte des Konzerns und 
über den Charakter des iranischen Regimes informiert werden.

Auch wenn die österreichische Bundesregierung ihre anfänglich 
vorbehaltlose Unterstützung des Iran-Geschäfts der OMV mittlerweile 
relativiert hat, hält der Konzern nach wie vor an seinem Vorhaben 
fest, dem iranischen Regime mittels eines Milliardendeals sowohl 
einen wirtschaftlichen als auch einen politischen und 
propagandistischen Erfolg zu bescheren. Die Sprecherin von STOP THE 
BOMB Simone Dinah Hartmann streicht die fatalen Folgen hervor, die 
ein Geschäftsabschluss mit dem Regime in Teheran haben würde: "Der 
anvisierte Vertrag würde das iranische Regime zu einem der 
Haupthandelspartner Österreichs und zu einem wichtigen strategischen 
Partner Europas befördern. Während international versucht wird, die 
Bedrohung, die vom iranischen Regime und seinem Nuklearprogramm nicht 
nur für Israel ausgeht, durch eine weitere Schwächung des Regimes 
abzuwenden, droht ein Konzern, an dem die Republik Österreich mit 
über 30 % beteiligt ist, diesen Anstrengungen in den Rücken zu 
fallen." 




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